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... Er ist der „Letzte“, das heißt, die letzte Station für den Gegner auf dem Weg zum Torerfolg. Hinter ihm steht niemand mehr. Weil er nicht darauf hoffen kann, dass ein anderer seine Fehler noch ausbügelt, kann bereits eine einzige Unaufmerksamkeit zur Niederlage führen. Wenn er eingreift, steht immer alles auf dem Spiel: Entweder ist der Ball drin oder er ist nicht  drin. Es gibt kein Dazwischen, keine Schattierungen, keine Punktwertung von eins bis zehn.

Es gibt keine Halbheiten, sondern nur ein Ja oder Nein. Ein letzter Mann kann ein Spiel nicht gewinnen. Held Nummer eins ist immer der Stürmer, der den Siegtreffer erzielt. Und weil es die Tore sind, die ein Spiel entscheiden, werden verhinderte Tore auch kaum einmal erzählt. Im kollektiven Fußball-Gedächtnis sind in der Regel nur die Treffer verzeichnet, und an denen sind die Torhüter entweder als Statisten oder als Versager beteiligt. Was von einem Torwart in Erinnerung bleibt, das sind vor allem seine Fehler. Dennoch ist der letzte Mann der wichtigste seines Teams. Er ist der Einzige, der eine Niederlage verhindern kann.

Wie groß das Tor dem Gegner erscheint, hängt  vor allem von dem Mann ab, der es bewacht. Manchmal ist es groß wie ein Scheunentor, und manchmal erscheint es den Stürmern so, als müssten sie den Ball in einer Streichholzschachtel unterbringen,je nachdem, ob ein zitterndes Nervenbündel zwischen den Pfosten steht oder ein souveräner Supermann...  

                                                             Zitat aus „ Die letzten Männer“ von Christoph Bausenwein

 

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